Individuelle Gesundheitsleistungen (IGel)
Eine sinnvolle Investition in Ihre Gesundheit
Nach § 5 Absatz 1 SGB V übernimmt die Krankenkasse für gesetzlich versicherte Patienten grundsätzlich die Kosten für Untersuchungen und Behandlungen, sofern sie ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Tatsächlich werden von den gesetzlichen Krankenkassen aber nicht mehr alle medizinisch sinnvollen Leistungen zur sicheren Gewährleistung Ihrer Gesundheit bezahlt.

Als Ärzte sind wir jedoch gesetzlich dazu verpflichtet, unsere Kassenpatienten über notwendige Untersuchungs- und Therapieverfahren aufzuklären, auch wenn diese nicht mehr Bestandteil des kassenärztlichen Leistungskataloges sind.

Nach den aktuellen Bestimmungen werden sämtliche Vorsorge- und Früherkennungs-
untersuchungen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen. Diese Leistungen werden als individuelle Gesundheitsleistungen (sogenannte IGeL) bezeichnet und müssen, wenn Sie diese aus eigenem Wunsch oder auf Empfehlung Ihres Arztes in Anspruch nehmen, schriftlich vereinbart und eigenständig bezahlt werden. Es handelt sich hierbei also um eine private, aber in jedem Fall sinnvolle Investition in Ihre Gesundheit!

Damit die Gesundheit Ihrer Augen und die Ihrer Kinder nicht nachhaltig beeinträchtigt wird, stehen wir Ihnen mit modernster Diagnostik und fachlicher Kompetenz zur Seite. Gerne beraten wir Sie ausführlich bezüglich maßgeschneiderter Früherkennungsuntersuchungen und Therapiealternativen, um Ihnen eine optimale Versorgung zu gewährleisten.



Unsere individuellen Gesundheitsleistungen im Überblick:

Brillenberatung
Wir beraten Sie gerne hinsichtlich zusätzlicher Brillen außerhalb der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen.

Fahrgutachten
Augenärztliche Untersuchung für die Erstellung eines Fahrerlaubnisgutachtens.

Amblyopie-Vorsorge (Augenvorsorge für Kinder)
Grundsätzlich sollte bei allen Kindern regelmäßig eine Augenkontrolle durchgeführt werden, damit Fehlentwicklungen rechtzeitig identifiziert und gezielt behandelt werden können, damit die Sehfähigkeit Ihres Kindes lange erhalten bleibt. Zur Früherkennung von Schielen und Fehlsichtigkeit Ihres Kindes empfehlen wir daher die Durchführung einer Augenvorsorgeuntersuchung zu folgenden Zeitpunkten:

  • mit 31-42 Monaten bei allen Kindern
  • mit 6 Monaten bei erhöhtem Risiko (Vorerkrankungen in der Familie)

AMD-Vorsorge (altersbedingte Makuladegeneration)
Ab dem 60. Lebensjahr empfehlen wir jedem, eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) vorzunehmen. Durch frühzeitiges Erkennen dieser heimtückischen Augenerkrankung kann das Fortschreiten des Sehverlustes abgemildert werden.

Glaukom-Vorsorge (Grüner Star)
Eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung eines Glaukom ist ab dem 40. Lebensjahr in regelmäßigen Abständen zu empfehlen. Der Vorsorgecheck umfasst die Messung des Augeninnendrucks und die biomikroskopische Untersuchung des Sehnervs.

Myopie-Vorsorge (Kurzsichtigkeit)
Bei einer Kurzsichtigkeit ab -3.0 Dioptrien besteht ein erhöhtes Risiko für eine Netzhautablösung. Eine Netzhautvorsorgeuntersuchung wird daher für Kurzsichtige mit entsprechende oder schlechteren Dioptrienwerten alle zwei Jahre empfohlen. Da bei Kurzsichtigkeit auch ein erhöhtes Risiko besteht, am Grünen Star (Glaukom) zu erkranken, ist eine Myopie-Vorsorge in Kombination mit einer Glaukom-Vorsorge sinnvoll.

Kombivorsorge AMD und Glaukom
Die Kombination der AMD- und Glaukom-Vorsorge bedeutet für Sie eine größere Sicherheit bei der Früherkennung ernsthafter Augenerkrankungen. Aufgrund des geringeren zeitlichen und technischen Aufwandes kann die Kombivorsorge insgesamt günstiger angeboten werden.

Pachymetrie-Messung (Hornhautdickenmessung)
Im Rahmen der Glaukom-Vorsorge ist die Ergänzung der Augeninnendruckmessung durch eine Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie) sinnvoll, da die Berücksichtigung der individuellen Hornhautdicke und damit möglicher Artefakte für die Beurteilung des Glaukomrisikos hilfreich ist.

Topographie-Messung (Hornhautoberflächenmessung)
Die Oberfläche der Hornhaut ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Dabei ist die Hornhaut eine verformbare klare Schicht bestehend aus unzähligen Zellen und Kollagenfasern. Auf dieses empfindliche Gewebe wird bei der Kontaktlinsenanpassung die Linse gesetzt, die exakt parallel zur Hornhautoberfläche geformt sein muss, um nicht zu drücken und um einen optimalen Sitz zu garantieren. Je sorgfältiger die Hornhautoberfläche bei der Hornhauttopographie vermessen und bildhaft dargestellt wird, desto erfolgreicher wird die Linsenanpassung verlaufen und desto besser können auch im Verlauf Änderungen infolge des Linsentragens festgestellt werden.

Optische Kohärenztomographie (OCT)
Die innere Struktur der mehrschichtigen Netzhaut im hinteren Augenabschnitt kann mit herkömmlichen augenärztlichen Verfahrensmethoden nicht genau untersucht werden. Durch die Optische Kohärenztomographie (OCT) ist dies aber heutzutage in einer kurzen Untersuchungszeit ohne Strahlenbelastung und ohne Berührung des Auges möglich. Diese Untersuchungsmethode ist also völlig unschädlich und ermöglicht eine exakte Darstellung der verschiedenen Schichten der Netzhaut. Durch die OCT-Technik eröffnet sich eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle bei verschiedenen Netzhauterkrankungen.

Nervenfaseranalyse mit OCT
Die oben aufgeführte optische Kohärenztomographie (OCT) wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen, liefert aber eindeutige Hinweise auf Ihr individuelles Glaukomrisiko. Wir empfehlen die OCT-Untersuchung bei entsprechendem Risikoprofil daher in regelmäßigen Abständen.

Optische Biometrie / IOL-Master (Vermessung des Augapfels)
Die korrekte Vermessung der einzelnen Augenabschnitte ist eine wichtige Voraussetzung für viele operative Eingriffe am menschlichen Auge. So ist es beispielsweise vor einer Operation am Grauen Star (Katarakt) unbedingt notwendig, die Brechkraft der Kunstlinse, die eingepflanzt wird, exakt zu berechnen. Diese genaue Berechnung ist auch bei Kunstlinsen erforderlich, die zur Korrektur hoher Fehlsichtigkeiten eingepflanzt werden. Gleiches gilt auch bei Patienten, die hohe Fehlsichtigkeiten durch Einsetzen einer künstlichen Linse korrigieren lassen möchten. Mit dem IOL-Master, einem hochpräzisen Diagnosegerät, können Achslänge, Vorderkammertiefe und Hornhautradien des Auges hochpräzise vermessen werden. Das noch relativ neue Diagnoseverfahren ist das derzeit genaueste Messverfahren und bedient sich modernster Lasertechnik. Im Gegensatz zur konventionellen Ultraschall-Biometrie ist bei einer optischen Biometrie eine oberflächliche Betäubung der Hornhaut nicht mehr notwendig, da die Augenoberfläche nicht berührt wird. Zudem ist die Lasermessung genauer. Die hochpräzisen Messdaten bilden die Basis für eine bestmögliche Sehkraft nach der OP.