Augencheck für Autofahrer
Beeinträchtigtes Sehvermögen - eine unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr
Als Autofahrer sind wir zur eigenen und zur Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer auf ein optimales Sehvermögen angewiesen, damit wir im Ernstfall schnell reagieren und Schlimmes verhindern können. Während die meisten Führerscheinbewerber in jungen Jahren die bei einem Sehtest geprüften Voraussetzungen für die Teilnahme am Straßenverkehr erfüllen (eine Tagessehschärfe von mindestens 70 % auf beiden Augen), treten meist ab dem 40. Lebensjahr schleichend und oft unbemerkt altersbedingte Sehmängel auf. Hierzu zählen insbesondere Beeinträchtigungen des Dämmerungssehens sowie eine Blendungsempfindlichkeit der Augen.

Ursache für das langsame Nachlassen unserer Sehkraft ist eine altersbedingte Eintrübung der Augen, speziell der Linsen, durch die sogenanntes Streulicht im Auge entsteht, das den Kontrast der Netzhautbilder vermindert. Dies hat zur Folge, dass Objekte mit mäßigem oder schlechtem Kontrast, wie sie im Straßenverkehr häufig vorkommen, noch schlechter erkannt werden können als dies bei normaler Sehtüchtigkeit der Fall ist.

Doch auch (meist) krankheitsbedingte Einschränkungen des Gesichtsfeldes stellen eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr dar. Solange noch eine brauchbare zentrale Sehschärfe vorhanden ist, werden diese Beeinträchtigungen von den Autofahrern oft nicht oder erst zu spät bewusst wahrgenommen. Wie Unfallstatistiken zeigen, sind es gerade ältere Kraftfahrer, die durch Gesichtsfeldeinschränkungen häufig in komplexen Verkehrssituationen und bei ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen in Schwierigkeiten geraten.

Anders als bei Inhabern höherer Führerscheinklassen wird bei PKW- und Motorradfahrern in der EU und somit auch in Deutschland kein obligatorischer Wiederholungssehtest verlangt. Daher möchten wir an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer appellieren und Sie darum bitten, sich in regelmäßigen Abständen vorsorglich von Ihrem Augenarzt auf die Verkehrstauglichkeit Ihrer Augen untersuchen zu lassen! So können Sie nicht nur Ihr eigenes, sondern auch viele andere Menschenleben vor einem Unfall und im schlimmsten Fall vor dem Verkehrstod bewahren.

Wir alle sind dazu verpflichtet, unser Fahrzeug in regelmäßigen Abständen vom TüV auf Verkehrstauglichkeit überprüfen zu lassen. Mindestens genauso wichtig wie ein intaktes Bremsvermögen unserer Autos ist für die Sicherheit im Straßenverkehr auch unsere Sehkraft. Um unnötige Risiken zu vermeiden, rät der ADAC (in Heft 10, Oktober 2000) daher ebenfalls zum regelmäßigen Augencheck in folgenden zeitlichen Abständen:

  • Alle fünf Jahre bis zum 45. Lebensjahr

  • Alle zwei Jahre ab dem 45. Lebensjahr

  • Jedes Jahr ab dem 60. Lebensjahr


    Entscheiden Sie sich noch heute für den "Augen-TüV" zu Ihrer eigenen Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer! Beim Augencheck für Autofahrer bieten wir Ihnen in der augenärtzlichen Gemeinschaftspraxis Ostholstein folgende Leistungen an:

  • Untersuchung aller Abschnitte der Augen

  • Prüfung der Sehschärfe unter Tageslichtbedingungen, ggf. Kontrolle von Brillen, die im Straßenverkehr aufgesetzt werden, und ggf. Korrektur einer nicht optimal ausgeglichenen Fehlsichtigkeit

  • Untersuchung der Zusammenarbeit beider Augen

  • Untersuchung des Gesichtsfeldes beider Augen

  • Untersuchung des Dämmerungssehens ohne und mit Blendung

  • Untersuchung, ob eine sogenannte Nachtkurzsichtigkeit besteht und ob eine zusätzliche Brille für den nächtlichen Straßenverkehr erforderlich ist.

  • Individuelle Beratung zu allen Fragen der Verkehrstauglichkeit unter Tages-, Dämmerungs- und Nachtbedingungen mit Berücksichtigung der bei Ihnen geprüften Blendungsempfindlichkeit

  • Orientierender Vergleich mit den Ergebnissen und der Leistungsfähigkeit anderer Autofahrer in Ihrem Alter.

  • Verbesserung des vom Straßenverkehr geforderten Sehvermögens mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.